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ROADTRIP OSTKÜSTE: HIGHLIGHTS SYDNEY – BRISBANE

Kilometerlange Sandstrände die zum Surfen einladen, Kängurus und blaues Wasser: die Ostküste Australiens von Sydney nach Brisbane schreit geradezu nach einem Roadtrip!

In diesem Guide zeige ich dir, welche Roadtrip Highlights von Sydney nach Brisbane du auf jeden Fall gesehen haben solltest und gebe dir Tipps für eine unvergessliche Zeit in Down Under!

Roadtrip Start: Von Sydney nach Newcastle

Ich startete mit meinem frisch gekauften und voll ausgestattetem Backpacker-Auto von meinem Hostel in Sydney Richtung Norden. Über den Motorway One fuhr ich die ersten paar hundert Kilometer durch Central Coast nach Newcastle. Ich hatte beide Städte vorher schonmal „irgendwo gehört“ und dachte deswegen, dass ein Stop dort vielleicht nicht schlecht wäre. Zugegeben, durch Central Coast bin ich dann doch nur durchgefahren. Hätte ich etwas Cooles entdeckt, hätte ich sicherlich angehalten. Den ersten Halt machte ich dann in Newcastle. Ich lief den Strandabschnitt einmal hinauf, machte ein Foto und beschloss, weiter zu fahren. Fazit: wenn man viel Zeit hat, kann man hier durchaus anhalten. Mehrere Tage würde ich nicht dort verbringen. Du verpasst allerdings auch nichts, wenn du aufgrund von Zeitmangel auf einen Zwischenstop verzichtest. Übrigens: die Harbour Bridge in Sydney kannst du beim rausfahren aus der Stadt bedenkenlos überqueren. Eine Mautgebühr wird nur fällig, wenn du nach Sydney reinfährst.

Der Strand von Newcastle war einer meiner ersten Stops auf meinem Roadtrips von Sydney nach Brisbane
Der Strand von Newcastle war einer meiner ersten Stops auf meinem Roadtrip von Sydney nach Brisbane.

Übernachtung im kostenlosen Camp Johns River mit free WiFi

Wikicamps sei Dank verbrachte ich die erste Nacht im eigenen Auto auf dem kostenlosen Campingplatz „Johns River“. Die App versprach saubere Toiletten, einen Pub und kostenloses WLAN. Das klang so verlockend, dass ich den Spot für unsere erste Übernachtung anpeilte und war sehr überrascht, als ich tatsächlich all das auch vorfand. Ich kann nur empfehlen, dort eine Nacht zu verbringen und einen Abstecher zum Pub zu machen. Dieser schließt allerdings irgendwann und damit auch die Toiletten, war für mich aber nicht weiter schlimm.

Pelikane in Port Macquarie

Zugegeben, bei meinem ersten Halt in Port Macquarie war ich nicht ganz so überzeugt. Ursprünglich hatte ich die kleine Ferienstadt auch gar nicht auf dem Radar – ich wollte lediglich einen kurzen Zwischenstop bei Kmart einlegen, um noch ein paar Dinge für den Roadtrip zu kaufen.
Bei meinem Zweiten Stop auf dem Rückweg gefiel mir Port Macquarie dann doch sehr. Es gibt einen wunderschönen Strandabschnitt, einen kleinen idyllischen Hafen und wenn du Glück hast, kannst du an diesem auch Pelikane sehen. Manchmal muss man einem Ort eben doch eine Zweite Chance geben.

Beim zweiten Roadtrip stoppten wir noch einmal und fanden die Stadt doch ganz schoen.
Port Macquarie fand ich erst beim zweiten Besuch so richtig schön.

Roadtrip feeling in Nambucca Heads und Coffs Harbour

Auf der Suche nach einem Schlafplatz für die zweite Nacht suchte ich den wunderschönen Shelly Beach in Nambucca Heads auf. Hier kam ich zum ersten mal so richtig ins Camper-Feeling und realisierte, dass ich tatsächlich gerade auf einem Roadtrip unterwegs war. Ich bereitete mein Essen direkt am Strand zu und genoss die Freiheit, die Wellen und den Wind, der mir um die Ohren peitschte. Ein wuderschönes Gefühl! Mir war es dann dort zum Übernachten mit den ganzen „No-Camping“ Schildern doch etwas zu heikel und so fuhr ich noch ein gutes Stück weiter. Ich landete letztendlich in Coffs Harbour. Dort standen keine Schilder, die das Camping verbieten und ich stand mit meinem Auto sogar noch ein bisschen näher am Wasser. Ich hatte eine wunderbar ruhige Nacht und wachte am nächsten Morgen das erste Mal in meinem Leben mit Blick zum Sonnenaufgang über dem Ozean auf. Es war einfach fantastisch!

Einen wunderschönen Aussichtspunkt zum Mittagessen findet man in Nambucca Heads
Ein wunderschöner Aussichtspunkt zum Mittagessen
Der Shelly Beach in Nambucca ist ebenfalls wunderschön. Hier bekam ich zum ersten mal Roadtrip feeling.
Der Shelly Beach in Nambucca ist ebenfalls wunderschön. Allerdings konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht ins Wasser – Viele kleine Bluebottles (Quallen) tümmelten sich am Stand.
Sonnenaufgang in Coffs Harbour
Den bisher schönsten Sonnenaufgang meiner Reise sah ich direkt am Strand von Coffs Harbour.

Surfen in Byron Bay

Ein unglaubliches Surferparadies mit vielen kleinen bunten Läden, bei dem Freunde des Wassersports vollkommen auf ihre Kosten kommen. Ich ließ mir einen Besuch in Byron Bay natürlich auch nicht entgehen und war von dem Ort mehr als begeistert. Dort gibt es reihenweise Surfschulen, die dir das Surfen auf dem Brett von Grund auf beibringen. Ich entschied mich für einen 4 Stunden-Kurs der Surfschule „Soul“ und habe es nicht bereut. Am Ende des Kurses konnte ich zumindest schonmal auf dem Brett stehen. Ansonsten befindet sich in Byron Bay außerdem der östlichste Punkt Australiens. Um diesen zu sehen, musst du an einem wunderschönen Leuchtturm vorbei und hast eine geniale Sicht auf die vielen kilometerlangen Sandstrände der Stadt. Für mich auf jeden Fall ein Highlight an der Ostküste in Australien! Kostenlose Schlaf- oder Campingmöglichkeiten habe ich in Byron Bay selbst leider nicht finden können. Ich bin für 2 Nächte auf einen dreißig Minuten entfernten (sehr überfüllten) Rastplatz am Highway ausgewichen. Ich wäre gerne noch länger geblieben, aber da mir das Gedränge auf dem Parkplatz auf Dauer zu doof war, setzte ich den Roadtrip am dritten Tag fort.

Wunderschöner Leuchtturm
Der östlichste Punkt Australiens liegt hinter diesem Leuchtturm.
Ausblick über den Strand von Byron Bay, ein Highlight auf meinen Roadtrip
Die Wellen am Strand von Byron Bay eignen sich bestens für Anfänger – aber auch Profis kommen hier voll auf ihre Kosten. Mit etwas Glück siehst du auch Delfine im Wasser.

Wallabies im Lamington Nationalpark

Einer der schönsten Nationalparks der Ostküste liegt von Byron Bay etwa 2 Stunden Autofahrt über eine sehr bergige und schwindelerregende Straße entfernt. Mitten im Regenwald des Lamington Nationalparks kannst du für 6 Dollar die Nacht zwischen Papageien, Wombats und Wallabies campen. Der Park hat extrem viele wunderschöne Wasserfälle und Wanderwege in den verschiedensten Schwierigkeitsstufen für Groß und Klein. Ein Abstecher dorthin lohnt sich auf jeden Fall! Warum für mich der Besuch des Parks Himmel und Hölle gleichzeitig war, erfährst du in diesem Artikel.

Natur Pur! Wasserfälle hat der Nationalpark mitten im Regenwald wie Sand am Meer.
Natur Pur! Wasserfälle hat der Nationalpark mitten im Regenwald wie Sand am Meer.
voegel fressen aus der hand
Ich war ganz überrascht, wie zutraulich die Tiere dort waren. Ein Vogel flog mir sogar auf den Kopf.

Gold Coast

Vom Lamington Nationalpark fuhr ich weiter nach Gold Coast, um die riesigen Wolkenkratzer direkt am Strand zu sehen. Die Stadt hat einen wirklich sehr langen Strand, an dem du dir die Füße wund laufen kannst. Ein schöner Anblick, ein tolles Foto, aber das war es dann auch schon. Viel mehr hat die Stadt an der Ostküste für mich nicht wirklich zu bieten. Zu meinem Unglück verlor ich dort bei meinem Spaziergang auch noch meinen Autoschlüssel am Strand. Also musste ich die komplette Strecke im Dunklen mit der Handy-Taschenlampe noch einmal ablaufen. Ich fand ihn aber tatsächlich wieder :D. Weil es an der Gold Coast dort keine kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten gibt und das Wildcampen dort überall verboten ist, setzte ich meinen Roadtrip direkt am nächsten Morgen in richtung Surfers Paradise fort.

Skyline der Gold Coast
Die Skyline der Gold Coast sieht beeindruckend aus.

Surfers Paradise – wirklich ein Paradies für Surfer?

Zumindest in der Stadt ist der Name Programm. Surfers Paradise ist sehr touristisch angelegt und verliert dadurch ein wenig den australischen Charme. Surfen konnte man hier (zumindest zu dem Zeitpunkt, als ich da war) allerdings nicht so gut, wie der Name versprach. Da war Byron Bay wirklich um einige Male besser! Ich habe mir aber sagen lassen, dass es in der Stadt einige sehr gute Hostels gibt und man dort gut feiern gehen kann.

Koalas und Lagunen auf North Stradbroke Island

Direkt vor Brisbane befindet sich eine kleine Insel, welche von den Locals liebevoll „Straddie“ genannt wird. Diesen Tipp bekam auch ich einst von einer Bloggerin auf Instagram und kann dir diesen wärmstens weitergeben. Du kannst North Stradbroke Island entweder mit dem eigenen Auto, aber auch zufuß erkunden. Ich habe mich für Letzteres entschieden und mein Auto in Brisbane stehen gelassen. Es gibt auch die Möglichkeit, auf einem der vielen Campingplätzen gegen Gebühr zu übernachten. Die Insel ist wirklich wunderschön, es gibt viele Strände mit klarem, blauen Wasser – aber mein absolutes Highlight war ein Koala in freier Wildbahn!

Ein Koala sitzt auf dem Baum
Diesen kleinen Freund hier fand ich bei meinem Spaziergang über die Insel.
Blaues Wasser auf Straddie, ein Must-See auf deinem Roadtrip entlang der Ostküste!
Wunderschöne Buchten, klares blaues Wasser. Willkommen auf „Straddie“, wie die Australier die Insel liebevoll nennen.

Brisbane –  Roadtrip Ende

Nach nur ca. 1,5 Wochen strandete ich mit meinem Auto in Brisbane. Eigentlich hatte ich für den Roadtrip mehr Zeit eingeplant, die brauchte ich wohl aber nicht, da ich lediglich in Byron Bay und dem Lamington Nationalpark mehrere Nächte verbrachte. Du kannst dir durchaus mehr Zeit lassen und länger an einigen Orten verweilen. Meine Zusammenfassung dient nur als Hilfestellung und ist in keinster Weise in Stein gemeiselt – denn hey, vielleicht bist du ja beispielsweise von der Gold Coast total begeistert ;-).

Fazit Roadtrip Ostküste

Nachdem ich mitlerweile Australien mit dem Auto einmal komplett umrundet habe, kann ich sagen, dass die Strecke Sydney-Brisbane für Roadtrip-Einsteiger perfekt ist. Die Ostküste bietet wirklich einige tolle Highlights und Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte. Dennoch fand ich die Westküste am Ende deutlich schöner und entspannter. Weniger Backpacker, mehr Natur. Einen Guide inkl. Route zur Westküste Australiens findest du hier.

2 comments

  • Ute
    16. April 2018 at 6:14

    Guten Morgen ihr Lieben, herzlichen Dank für euren wunderschönen Beitrag. Ich bin immer wieder total begeistert von euch zu lesen und zu sehen. Dies lässt mich an eurer Reise ein stückweit teilnehmen. Bis bald und weiterhin viel Freude und für uns weitere Berichte mit bildern😋
    Ganz liebe Grüße. Ute

  • Nicole
    18. Februar 2019 at 21:17

    So schön! Australien steht ganz oben auf meiner Bucket List!

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Seit Oktober 2017 in der Welt zu Hause. Ich berichte auf diesem Reiseblog über meine ganz persönlichen Erfahrungen, was mich bewegt und gebe dir Tipps für deine eigene Planung. Emotional und echt – stets mit dem Herzen auf der Zunge. Ich freue mich, dass du hier bist.

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