SEGELTOUR INS PARADIES – DIE WHITSUNDAY ISLANDS

Schneeweißer Sand, türkisblaues Wasser, eine leichte Briese weht durchs Haar, es riecht nach Meersalz. Rochen und Haie schwimmen am Strand entlang. Willkommen auf den Whitsunday Islands!

Nach Fraser Island buchen wir kurzerhand eine Segeltour zu den berühmten Inseln mit dem weißesten Sand der Welt. Nur 3 Tage später soll das Abenteuer morgens in Airlie Beach losgehen. Matador heißt das Schiff, auf dem wir die nächsten 2 Tage verbringen werden. Für Jessy haben wir kurz vorher nochmal in der Apotheke Tabletten gegen Reiseübelkeit gekauft. Sicher ist Sicher.
Am Hafen angekommen bekommen wir unsere Schwimmsuits und eine kurze Einweisung, bevor es losgeht. Das Schiff wirkt anfangs sehr klein, offenbart sich aber an Bord als ziemlich geräumig. Wir bekommen unsere Betten zugewiesen. Für Paare gibt es sogar Doppelkajüten.

Die Crew des Schiffes besteht aus nur drei Personen, was bedeutet, dass die Passagiere an Bord ordentlich mit anpacken dürfen. Nach nur etwa 20 Minuten werden auf dem Meer die Segel gehisst.

Schon nach kurzer Zeit machen wir das erste Mal Halt zum Schnorcheln an einen Ausleger des Great Barrier Reefs. Als wir mit einem kleinen Schlauchboot vom Schiff zum Schnorchelspot gebracht werden, steigt die Nervosität. Für uns ist es das erste Mal überhaupt, dass wir die Unterwasserwelt sehen können – und dann auch noch am größten und buntesten Riff der Welt. Doch als wir vom Boot springen und den Kopf das erste Mal unter Wasser halten, ist all die Angst verflogen. Die Korallen, die Farben, die Fische… wir schweben im Wasser und alles um uns herum ist still. Wir hören die Korallen knistern. Es ist, als schwämme man in einer Blase und beobachtet, wie friedlich alles dort unten von statten geht. Grüne Fische, blaue Fische, große, kleine, runde, schmale. Ein Regenbogenfisch lässt Kindheitserinnerungen aufblühen. Es gibt ihn wirklich! 😉

Die Stunde im Wasser vergeht so schnell, dass wir gar nicht merken, wie die anderen in Grüppchen wieder zurück zum Segelschiff gebracht werden. Als wir (natürlich als letztes) zurück aufs Boot kommen, gibt es schon Mittagessen.
Die Haare sind kaum getrocknet, als der Kapitän zum zweiten Mal den Anker wirft. Als wir erneut auf dem Gummiboot sitzen, fragt uns der Fahrer, ob wir Angst vor Fischen haben. Wir verstehen zuerst die Frage nicht, dafür sind wir doch hier?
Doch als wir dieses Mal ins Wasser hüpfen, erschrecken wir uns. Tausende Bunte Fische tummeln sich direkt vor unseren Augen. Sie berühren uns, schwimmen um uns herum und schauen uns an. Es ist der Wahnsinn! Ein riesiger Fisch von mindestens 1 Meter länge zieht ganz ungeniert seine Bahnen an uns vorbei. Zu doof, dass wir beim ersten Spot den gesamten Akku der GoPro bereits verballtert haben. Doch so konnten wir den Kontakt mit den Tieren in vollen Zügen genießen. Und diese Bilder werden wir für immer in unseren Erinnerungen behalten.

Der dritte Spot ist eigentlich nicht wirklich erwähnenswert. Leider ist es wirklich so, dass das Riff teilweise ziemlich grau und tod ist. Bis auf einen Rochen, der sich im Sand vergraben hat, gibt es hier nichts zu sehen. Für uns ziemlich enttäuschend.

Umso schöner dafür der Sonnenuntergang und der damit verbundene Abend auf dem Segelboot. In einer kleinen Bucht wirft der Kapitän den Anker und hängt ein paar Hängematten auf. Wir sichern uns sofort eine und können bis spät in den Abend den Sternenhimmel beobachten, bei dem wir 3 Sternschnuppen entdecken.

Sonnenuntergang auf den Whitsundays

Der nächste Tag beginnt für uns schon sehr früh. Pünktlich um 5 Uhr morgens ertöhnt der Motor des Schiffes. Eigentlich sind wir todmüde, klettern aber trotzdem aus den Schlafräumen nach oben und werden belohnt. Zum Frühstück sehen wir den schönsten Sonnenaufgang, den wir jemals gesehen haben. Es weht eine leichte Briese, alle an Bord sind glücklich und lächeln. Es läuft Seemanns-Musik, und alle singen mit. Der Kapitän am Steuer atmet tief ein. Ein Morgen wie im Spielfilm.

Dank der Crew sind wir die ersten am Whitehaven Beach. Normalerweise ist dieser total von Touristen überrannt. So haben wir die Gelegenheit, den schönsten Strand der Welt ganz in Ruhe und ohne Menschenmassen zu fotografieren. Als wir am Wasser vorbei laufen, sehen wir Rochen und kleine Haie vorbeischwimmen. Fische springen aus dem Wasser, es ist fantastisch! Das Team von Matador hat sich für uns noch eine Überraschung ausgedacht: Wir können unseren eigenen Weihnachtsbaum direkt am Strand aufbauen und schmücken. Wir lassen uns natürlich nicht nehmen, ein paar Fotos der „weißen Weihnacht“ zu machen. Nach 4 Stunden Aufenthalt bekommen wir auf dem Schiff noch einmal Mittagessen und machen uns dann auf den Weg zum Festland.

GUT ZU WISSEN
Der Whitehaven Beach hat mit einem Quarzgehalt von 99% den weißesten Sand der Welt und dadurch schon viele Preise gewonnen. Unter anderem gilt er als schönster Strand der Welt. Es gab einst einen Stamm der Aborigines, welcher um die Whitsundays segelte und dort zuhause war. Dieser ist der bisher am wenigsten erforschte Stamm der Ureinwohner. Der Sand der Inseln ist so einmalig, dass man ihn anhand einer Laborprobe zu 100% identifizieren kann. Deswegen gilt das Mitnehmen des Sandes als hohe Straftat und wird mit einem äusserst hohen Busgeld geahndet.

Fazit: Eine wirklich gut organisierte Tour mit einer super Crew und tollen Leuten, von denen einige sogar Freunde wurden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei einem Preis von 249 Dollar pro Person ist wirklich angemessen und weiter zu empfehlen.

Wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest im kreise eurer Liebsten!

Cheers, Jester

Unsere Highlights im Video:
[youtube https://youtu.be/OodRLofgDko]

6 comments

  1. ??Hallo ihr zwei. Ich wünsche euch beiden von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und noch weiterhin eine schöne Zeit. Lg Ute

  2. Was ein schöner Bericht über die Whitsunday Island. Da kamen auch direkt wieder meine Erinnerungen hoch. Toll. ?
    Wünsche euch natürlich auch noch einen guten Rutsch in das neue Jahr. Wo ihr ja auch bald schon sein werdet, während wir noch im alten Jahr „rumdümpeln“. 😉

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