Roadtrip Westküste Australien von Perth bis Port Gregory

Unsere Zeit in Perth neigt sich dem Ende zu. Wir holen unser Auto von der Werkstatt ab und machen uns auf den Weg Richtung Norden. Vor uns liegt eine weitere Roadtrip-Etappe von Perth bis Port Gregory. Wir sind aufgeregt, denn jetzt gilt es die Westküste zu erkunden und damit Australien von seiner schönsten und natürlichsten Seite zu erleben. Denn das, was in den nächsten Tagen und Wochen auf uns zukommt, soll von „ohhs“ und „aaahs“ nur so wimmeln.

Kängurus und Koalas

Unser erster Halt direkt hinter Perth ist der Yanchep Nationalpark. Wer sein Abenteuer Work and Travel in Australien gerade erst gestartet und noch keine Kängurus in freier Wildbahn gesehen hat, der kommt hier voll auf seine Kosten. Auch Koalas kann man hier sehen. Diese sitzen sogar teilweise so weit unten in den Bäumen, dass man sie genaustens beim Fressen (oder in unserem Fall: beim Schlafen) beobachten kann.

Koala im Baum
Diesen kleinen Freund haben wir beim Schlafen beobachtet
Sanddünen von Lancelin

Weil wir bis zum Sonnenuntergang bleiben, kommen wir nicht mehr so weit. Mit gerade einmal 30 Kilometern unsere wohl kürzeste zurückgelegte Strecke des gesamten Roadtrips. Wir schlagen unser Nachtlager im nächstgelegenem Freecamp (More River Bridge Rest Stop) auf.

Sonnenuntergang
Hier saß wohl auch noch ein Koala im Baum.

Direkt nach dem Frühstück packen wir unseren Kram zusammen und fahren ohne Umwege nach Lancelin zum Sandboarden. Die weiten Sanddünen des kleinen Ortes an der Westküste sind dafür gerade unter Backpackern sehr beliebt.
Für 10 Dollar reißen wir uns ein Sandboard unter den Nagel und suchen uns den besten Hügel zum Herunterfahren aus. Eine Stunde haben wir nun Zeit, um hunderte Male ausgiebig aufs Maul zu fallen. Da wir beide Grobmotoriker vom Feinsten sind und die Erfahrung auf einem Surfboard gleich Null ist, gehen wir die Sache langsam an.

Jessy mit Board
Für nur 10 Dollar bekommt man so ein schnieckes Board

Die ersten Male fahren wir abwechselnd im Sitzen runter – wie Schlittenfahren quasi. Schon nach wenigen Minuten stehen wir aber beide auf dem Board, wenn auch zu Anfang etwas beholfen und weniger grazil wirkend. Aber Leute, was haben wir einen Spaß!

Erst ging es im Sitzen hinunter
Erst gings im Sitzen hinunter
Erster Stehversuch
Der erste Stehversuch
Nambung Nationalpark

Noch am gleichen Tag besuchen wir ein weiteres Highlight der Westküste – die Pinnacles Desert. Diese „Pinnacles“ sind uralte, vom Wetter geformte Kalksteinsäulen, die zu tausenden aus dem Boden ragen und damit ein einmaliges Naturschauspiel bieten. Okay, das klingt irgendwie wie ein schlechter Werbetext. Aber jetzt im Ernst – cool sieht es schon aus. Ab jetzt ist es auch warm genug um wieder kurze Hosen zu tragen. Nur ab und zu kommt eine sanfte Briese von der Westküste.

Pinnacles Desert

Was wir vorher nicht wussten: Man kann mit dem Auto einen Rundweg entlang fahren und aussteigen, wo immer man möchte. So verteilen sich die vielen Besucher gut im Park und man hat selten Leute auf seinen Fotos.

Das erste mal kurze Hosen, yeah!
Das erste mal kurze Hosen, yeah!

Die Nacht verbringen wir in Jurien Bay, ein kleines Örtchen direkt an der Küste. Hier soll man auch Touren buchen können um Robben zu sehen – war uns allerdings zu teuer. Wir können dem Ort nicht viel abgewinnen und fahren am nächsten Tag gleich durch bis Geraldton.
Auf der Strecke dorthin gibt es die sogenannten „Leaning Trees“. Trotz genauen Koordinaten auf Wikicamps schaffen wir es wirklich, dran vorbei zu fahren. Typisch.

Übernachten in der City

Geraldton bietet für Reisende einen 24-Stunden-Parkplatz direkt in der Stadt an. Diesen nutzen wir zusammen mit vielen Anderen. Der Platz ist großzügig gebaut und befindet sich direkt neben einem (Kinder-)Spielplatz mit ziemlich coolen Geräten, die wir natürlich auch ausprobieren. Können wir nur empfehlen!
Die Westküste Australiens ist übrigens auch dafür bekannt, wunderschöne intensive Sonnenuntergänge zu bieten. Unserem ersten wunderschönen Sonnenuntergang können wir an diesem Abend in Geraldton zuschauen.

Bubblegum Water

Kurz vorm Kalbarri Nationalpark befindet sich Port Gregory, das Zuhause des Pink Lakes. Zwischen 10 und 14 Uhr soll die beste Zeit sein, um den See in voller Farbe zu bestaunen. Wer unseren Blog verfolgt der weiß, dass wir bereits in Südaustralien einen pink schimmernden See gefunden hatten. In etwa das Gleiche erwarten wir vorzufinden, als wir vom Highway abbiegen. Allerdings werden wir eines Besseren belehrt. Halleluja! Was ist dieser See pink! Egal, von wo man schaut. Das Wasser schimmert in einem so intensivem Kaugummi-Pink, man könnte meinen, dort wäre einst ein Laster voll Farbe verunglückt. Kaum zu glauben, dass wir kurz vorher noch darüber diskutierten, ob wir den See nicht vielleicht sogar überspringen sollten. Durch unsere Drohne bekommen wir nochmal eine ganz andere Perspektive – wahnsinn!

Der Pink Lake an der Westküste Australiens aus der Vogelperspektive

Mit neuen Fotos auf der Speicherkarte machen wir uns auf dem Weg zum Kalbarri Nationalpark, wo wir die nächsten beiden Tage verbringen werden.

2 comments

  1. Tolle Fotos, toll geschrieben Kann man nicht anders sagen. Und der See…………irre pink. Das springt ins Auge……..kaum zu glauben, kann man darin baden?
    LG Ruth

    1. Der See ist so Pink, weils darin eine besondere Alge gibt, die das Wasser so schimmern lässt. Alles also ganz natürlich, aber drin gebadet haben wir nicht 😀

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