Roadtrip von Hamburg nach Kopenhagen in 1 Woche – Route & Highlights

Eine Woche, ein Camper: Von Hamburg ging es für uns mit dem Camper in die dänische Hafenstadt Kopenhagen. Immer mit dabei: Der Wettergott, der uns diese eine Woche zeitweise ganz schön herausforderte. Inmitten endloser Nordseestrände, wunderschönen Hafenstädten und rauer Natur wartete auf diesem Roadtrip ein echtes Abenteuer durch eine Region, die mich total überraschte.

Wir waren insgesamt  1 Woche mit dem Camper in Norddeutschland und Dänemark unterwegs und haben dabei mehr als 1.200 km zurückgelegt. Ich möchte euch heute unsere Roadtrip Route von Hamburg nach Kopenhagen mit allen Highlights und Tipps zeigen und von unseren Erlebnissen erzählen.

Low-Budget Tipp: Roadsurfer Rallye

Die Miete für einen Camper kann unheimlich teuer sein. Deshalb kommt hier der ultimative Tipp, wie du bei deiner nächsten Campermiete jede Menge Geld sparen kannst: Die Roadsurfer Rallye!

Mit der Roadsurfer-Rallye kommst du günstig an einen Camper für 1 Woche
Mit dem Camper Richtung Norden

Ziel der Rallye ist es, ein Fahrzeug von A nach B zu überführen. Dafür zahlst du nur 99,- € für eine Woche, wobei Start- und Endziel und die Dauer von max. 7 Nächten zwar vorgegeben sind, die Kilometer jedoch unbegrenzt. Wenn man bedenkt, dass du für das gleiche Fahrzeug normalerweise pro Tag über 100,- € auf den Tisch legst, ist das ein super Deal. So kannst du entlang der Route verschiedene Highlights und Sehenswürdigkeiten abfahren und den Roadtrip so gestalten, wie du möchtest. Wir hatten die Rallye von Hannover nach Malmö gebucht.

Nachdem wir unseren Camper in Hannover bei der Roadsurfer-Station abgeholt hatten, fuhren wir auf direktem Wege in die Hansestadt Hamburg. Wir hatten eine Woche Zeit, um unser „Cozy Cottage“, wie er genannt wird, nach Malmö zu bringen.

Die Roadtrip Route von Hamburg nach Kopenhagen

Die hier beschriebene Route bezieht sich auf eine Woche Roadtrip von Hamburg nach Kopenhagen. Den Camper haben wir zwar in Hannover abgeholt und in Malmö wieder abgegeben, die beiden Städte allerdings nicht weiter besucht. Möchtest du beispielsweise mehr Zeit in Dänemark und Südschweden verbringen, empfehlen wir dir die Verlängerung deiner Reisezeit um mindestens eine weitere Woche.

Wir entdeckten auf unserer Route von Hamburg nach Kopenhagen das deutsche Wattenmeer, die dänische Nord- und Ostseeküste und Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen, bevor es schließlich zur Rückgabe des Campers weiter nach Malmö in Schweden ging.

Hamburg

Theater am Grossmarkt

Am ersten Abend lösten wir mein Geburtstagsgeschenk ein und besuchten das Theaterstück Harry Potter und das verwunschene Kind. Das unfassbar tolle und unterhaltsame Stück wird im Theater am Großmarkt aufgeführt und ich war sofort hin und weg. Die Spezialeffekte ließen mich immer wieder verwundert zurück und ich fragte mich zeitweise ernsthaft, wie die Schauspieler es schafften, „einfach so zu verschwinden“ oder unbemerkt das Bühnenbild zu wechseln.

Theater am Großmarkt
Das Theater am Großmarkt

Miniaturwunderland

Im Miniaturwunderland Hamburg sind wir schon einige Male gewesen, aber es ist einfach immer wieder ein Highlight. Die berühmteste Sehenswürdigkeit in Hamburg gibt es nun schon seit über 20 Jahren und wird immer weiter ausgebaut. Das ist auch der Grund, warum wir dem Museum einen weiteren Besuch abstatteten: Wir wollten uns den neuen Speicher mit den Bereichen Rio de Janeiro und Patagonien ansehen.

Miniaturwunderland in Hamburg
Das Miniaturwunderland in Hamburg zählt zu den Top Sehenswürdigkeiten in Deutschland.

Restaurant-Tipps in Hamburg

Otto’s Burger

Eine absolute Herzensempfehlung ist das Restaurant Otto’s Burger im Schanzenviertel. Hier werden die Burger auf der Karte von vornerein vegetarisch angeboten. Wer Fleisch haben will, zahlt einen Euro extra. Die Burger sind geschmacklich absolut fantastisch und die Portionen riesig. Wir haben bisher noch nirgends so ein gutes „alternatives“ Burgerpatty gegessen.

Burger bei Ottos Burger in Hamburg

Vöner beim Schanzendöner

Am ersten Abend probierten wir den berühmt-berüchtigten Schanzendöner aus– allerdings in der vegetarischen Variante. Der „Vöner“ wird mit Seitan gemacht und dazu werden verschiedene vegane oder normale Saucen angeboten. Preis: 7.90 €

Voener im Schanzenviertel in Hamburg

Fischbrötchen bei Brücke 10

An der Brücke 10 gibt es einen Fischbrötchenstand, der auch vegane Backfischbrötchen anbietet. Davon hatte ich in einem Podcast gehört und konnte es mir nicht nehmen lassen, einen zu probieren. Fazit: Dem Fischbrötchengefühl würde ich eine 10 von 10 geben, dem Geschmack eher eine 7 von 10. Wer Panade mag, wird ihn mögen, der Fischgeschmack selbst bleibt dabei allerdings etwas auf der Strecke.

Veganes Backfischbrötchen in Hamburg am Hafen

Natürlich gibt es in Hamburg noch weitaus mehr Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Beispielsweise die Musicals König der Löwen und Frozen, ein ausgiebiger Spaziergang durch die Speicherstadt und entlang der Alster, oder eine Hafenrundfahrt. Da wir für den kompletten Roadtrip allerdings nur eine Woche Zeit hatten und nicht das erste Mal in Hamburg waren, ging es für uns nach 1,5 Tagen in der Hansestadt weiter Richtung Norden.

Camping in Hamburg

Es gibt tatsächlich einige zentralgelegene Stellplätze für Wohnmobile und Camper in Hamburg. Beispielsweise darf man auf dem Heiligengeistfeld am DOM-Platz oder am Fischmarkt stehen. Allerdings hatten wir bei unserem Besuch das Pech, dass der DOM-Platz zu einem Public-Viewing Bereich umfunktioniert wurde und der Stellplatz am Fischmarkt schon voll war.

Weil unsere Wasserpumpe nicht funktionierte, beschlossen wir in der Not, die Nacht direkt vor der Roadsurfer-Station in Hamburg zu verbringen und diese am nächsten Morgen reparieren zu lassen. Später stellten wir fest, dass direkt neben dem Fischmarkt-Stellplatz am Wasser noch ein viel größerer Stellplatz gewesen wäre. Als Ausgangspunkt für Sightseeing in Hamburg liegen die beiden Plätze in einer Top-Lage.

Wattwanderung in Dagebüll

Der Blick auf den Wetterbericht machte schlechte Laune: Für die komplette Woche unseres Roadtrips von Hamburg nach Kopenhagen waren durchgehend Regen und Sturm gemeldet. Dementsprechend pessimistisch war ich, als Tobi vorschlug, am zweiten Abend an einer Wattwanderung teilzunehmen. Über das Internet hatte er Dr. Prof. Andersen-Petersen und seine Frau gefunden, zwei Biologen, die lokale Führungen durch das Wattenmeer vor Dagebüll anbieten.

Doch zu unserer Überraschung blieb der gemeldete Sturm (vorerst) aus und die Tour konnte tatsächlich stattfinden. Wir hatten auch noch doppelt Glück: Die Ebbe war genau zum Sonnenuntergang. So wanderten wir bei schönster Kulisse durch das Watt, das im Licht der untergehenden Sonne funkelte, während Herr Andersen-Petersen uns alles über Ebbe und Flut, die Halligen und die Lebewesen des Wattenmeeres erzählte.

Und meine Güte, was waren da für Knaller-Infos dabei! Selten habe ich bei einer Tour so viel gelernt, wie in diesen 3 Stunden. Oder hast du gewusst, dass Muscheln Füße haben, mit denen sie sich in den Sand eingraben können? Oder dass es Rechts- und Linkshänderkrebse gibt? Schnell war klar: Die Wattwanderung würde mein persönliches Highlight des Roadtrips werden.

Als die Sonne in ihren letzten Atemzügen stand, machten wir kehrt und liefen wieder zurück zum Damm. Wir hatten ein wunderschönes Licht zum fotografieren.

Wir freuten uns über den Sonnenuntergang während der Wattwanderung
Happy trotz kalter Füße: Die Wattwanderung bei Dagebüll macht Spaß

Übrigens: Direkt am Deich in Dagebüll gibt es auch einen (kostenpflichtigen) privaten Stellplatz für Wohnmobile und Camper mit Strom und öffentlichen Toiletten. Der Platz ist auf 10 Fahrzeuge begrenzt.

Møgeltønder

Am nächsten Tag geht über die Grenze nach Dänemark. Der erste Stopp ist das kleine Dorf Møgeltønder.

Noch nie gehört? Ich auch nicht! Allerdings gibt es im Legoland Billund in Dänemark (Übrigens auch für große Kinder einen Besuch wert 😉 ) eine Miniaturausstellung des Dorfkernes.

Mogeltonder ist ein kleines Dorf nahe der Grenze.

Tobi wollte sich das Dorf deshalb gerne einmal in echt anschauen. Es ist nicht besonders groß, vom Parkplatz ist man in ca. 15 Minuten die Dorfstraße hinuntergelaufen. Es herrschte ein typisch dänisches Flair, rechts und links standen süß dekorierte Backsteinhäuser. Bunte Blumen und Parkbänke zierten das Bild der Straße, die aus alten Pflastersteinen besteht. Am Ende der Straße ging es über eine Brücke in einen kleinen Park mit einem großen Anwesen. Kurze Zeit später zog ein heftiges Unwetter auf und wir beschlossen, weiterzufahren.

Rømø

Das Gewitter hatte sich mittlerweile in Richtung Osten verzogen, als wir auf der Insel Rømø nördlich von Sylt ankamen.  Hier darf der Strand mit dem Fahrzeug befahren werden. Im Vergleich zu St. Peter Ording auf deutscher Seite ist dieser sogar kostenlos. Als wir den Strand erreichten, war gerade Ebbe.

Der Strand auf Romo kann mit dem Camper befahren werden
Mit dem Camper über den Strand.

Wir fuhren über den nassen Sand am Rand entlang und suchen uns einen Stellplatz mit Blick aufs Meer. Ich öffnete das Fenster und ließ das Erlebnis auf mich einwirken. Es weckte Erinnerungen von K’gari in Australien, jene Zeit, in der ich mich dazu entschieden hatte, meinen Job in Deutschland endgültig zu kündigen und Vollzeit zu reisen, ohne zu wissen, was kommen wird.

Die Übernachtung mit dem Camper ist dort nicht erlaubt. Aber der Strand ist ein hervorragender Platz für eine ausgiebige Mittagspause oder zum Kitesurfen.

Hvide Sande

Für die Nacht hatten wir uns einen Campingplatz am Lyngvig Strand in der Nähe von Hvide Sande ausgesucht. Es liegt auf der Nehrung Holmsland Klit am Durchstich zum Ringkøbing Fjord. Allein schon die Fahrt über die Nehrung in der Abendsonne war ein Highlight für sich. Der Campingplatz ist riesig, und die meisten Fahrzeuge tummeln sich auf den Wiesen. Fährt man daran allerdings vorbei, findet man einige wunderschöne einsame Stellplätze in den Dünen mit Blick auf den Leuchtturm Lyngvig in der Ferne.

Blick aus dem Camper auf den Leuchtturm Lyngvig
Blick aus dem Camper von unserem Stellplatz.

Gut für uns: Für den Campingplatz braucht man keine Reservierung. Nachdem wir uns ein schnuckeliges Plätzchen ausgesucht hatten, machten wir uns mit einem Handtuch, zwei Limos und der Kamera bewaffnet auf den Weg zum nahegelegenen Strand. Der Plan war, sich irgendwo entspannt zwischen die hohen Dünen zu setzen und das Toben der Nordsee zu beobachten. Diese schlug jedoch meterhohe Wellen, und der Wind wurde binnen weniger Minuten so stark, dass kaum ein Halten möglich war. Sand peitsche uns ins Gesicht, egal in welche Richtung wir uns drehten. An baden war nicht zu denken.

Selfie von Jess und Tobi am Strand
Gute Laune trotz Wind: Eine Sanddusche gab es am Strand kostenlos dazu.

Und dennoch: Die Kulisse an der Nordseeküste mit den hohen Dünen und dem Meer hätte nicht schöner sein können.

Wir kämpften uns bis zum Leuchtturm vor, machten ein paar Fotos,d ie idyllischer aussehen als es tatsächlich war (ernsthaft – ich bin fast weggeflogen!), dann ergriffen wir die Flucht. Der Wind war einfach zu stark.

Jess vorm Leuchtturm Lyngvig
Am Sand kann man den Wind leicht erahnen.

Auch unsere „Cozy Cottage“ war an diesem Abend alles andere als „Cozy“. Das Schaukeln ähnelte eher einem starken Seegang und ich befürchtete, in der Nacht seekrank zu werden (was zum Glück aber nicht eintrat). 38 Knoten Grundwind peitschten gegen die Seite unseres Campers. Erst am nächsten Morgen beruhigte sich das Wetter wieder.

Odense

3 Stunden Autofahrt brachten uns von der Nord- an die Ostseeküste. Der nächste Stopp auf unserem Roadtrip von Hamburg nach Kopenhagen war Odense auf der dänischen Insel Fyn (Fünen). Sie ist die drittgrößte Stadt Dänemarks. Wir schlenderten etwas durch die Stadt und ließen uns durch die Gassen treiben.

Odense ist eine Märchenstadt

Odense ist die Geburtsstadt des Kindermärchen-Autors Hans Christian Andersen. Er hat Geschichten wie „die Prinzessin auf der Erbse“ oder „die Eiskönigin“ geschrieben. Sein Geburts- und Elternhaus kann heute noch besichtigt werden. Wem der Anblick von außen nicht reicht, der kann auch das Museum besichtigen. Wir fanden die kleinen Gassen mit den süßen buntbemalten Häusern drumherum jedoch spannender als das Haus von H.C. Andersen selbst.

Odense Gasse
In dieser Gasse wohnte der berühmte Märchenautor.
Haus von H.C.Andersen
Links: Das Haus von H.C. Andersen

Ein weiteres Highlight in Odense ist der Storms Streetfood Market in der Nähe des Bahnhofs. In einer alten Halle findest du hier bunte Stände mit kulinarischen Gerichten und Getränken aus aller Welt.

Eingang Storms Street Food Market
Der Eingang des Street Food Markets.

Camping auf Fyn (Fünen)

Wir entdeckten online zufällig den Stellplatz von Nikki und Jens auf dem Waldhof Skovgaard in der Nähe von Assens. Hier schläft man auf einem wunderschönen Bauernhof zwischen freilaufenden Hühnern, Gänsen und süßen Ferkeln (!) mitten in der Natur. Es gibt eine Außendusche, Biotoilette, Grillplatz und Feuerstelle. Die Gastgeber sind super freundlich und entspannt. Wir durften mit unserem Camper am nächsten Tag sogar bis mittags bleiben, um noch etwas zu arbeiten. Es gibt dort allerdings nur Platz für 4 Camper, eine Reservierung vorab ist daher unerlässlich.

Insel Helnæs

Von Assens machten wir uns am Mittag auf den Weg auf die nächste Insel Helnæs. Eine schmale Straße führt über das Wasser auf die andere Seite, der Anblick auf die Landschaft ist einfach gigantisch. Direkt zu Beginn der Insel gibt es einen kleinen Parkplatz – der wohl schönste Fotospot der Insel!

Roadsurfer Camper auf der Insel Helnaes
Die Überfahrt auf die Insel Helnaes ist wunderschön.

Anschließend ging es weiter zum Leuchtturm. Auch hier fanden wir wieder wunderschöne Ausblicke auf die Ostsee, die so ganz anders und ruhiger wirkte als die raue Nordseeküste zuvor. Lag wohl wahrscheinlich aber auch daran, dass wir endlich mal etwas Sonne hatten.

Leuchtturm Helnæs
Der Leuchtturm auf der Insel Helnæs.

Dann fuhren wir zurück auf die Insel Fyn. Wir folgten der Empfehlung unserer Gastgeber des Bauernhofs und machten noch einen kurzen Halt in Svendborg, sahen uns den Hafen an und aßen leckere Zimtschnecken im Café Brød.

Schon angeknabbert: Die Zimtschnecken von Brød sind super lecker.

Kopenhagen

Von Svendborg ging es für uns noch am selben Tag nach Kopenhagen. Die Autofähre brachte uns in rund 45 Minuten von Spodsberg (Insel Langeland) nach Sletnaes im Westen von Lolland. Die Fähre ist zudem ein wenig günstiger als die Storebælt Brücke weiter nördlich. Nach zwei weiteren Autostunden landeten wir schließlich auf unserem Campingplatz in Kopenhagen, von wo aus wir am nächsten Tag die Stadt erkunden wollten.

Von Hamburg nach Kopenhagen mit dem Camper: Die Route endet in Kopenhagen.
Am letzten Tag ging es nach Kopenhagen.

Camping in Kopenhagen

Wir haben uns für den Campingplatz Bellahøj Camping in Kopenhagen entschieden und dort zwei Nächte verbracht. Er folgt dem Motto „keep it simple“, und das ist völlig okay. Es gibt eine große Stellplatz-Wiese mit Strom, Toiletten, Duschen und einer kleinen Küche. Bei Bedarf kann man sich sogar Brötchen für das Frühstück oder Mietfahrräder an der Rezeption bestellen. Achtung: Die Zufahrt auf das Gelände ist nur von 7-22 Uhr möglich! Kommst du später an, musst du dir einen anderen Campingplatz suchen.

Kopenhagen mit dem Fahrrad

Kopenhagen erkundest du am besten auf dem Fahrrad! Die dänische Hauptstadt gilt als eine der Fahrrad-freundlichsten Städte der Welt. Das Rad ist hier ein beliebtes Transportmittel (42 Prozent der städtischen Einwohner nutzen es, um zur Arbeit zu fahren). Die Radwegenetz wird in Kopenhagen daher jährlich ausgebaut und erneuert. Aktuell umfasst es fast 400 Kilometer. Das Fahrrad ist somit perfekt, um die Stadt zu erkunden. Oft kann man sich auch direkt auf dem Campingplatz Fahrräder ausleihen.

Kopenhagen ist eine der fahrrad-freundlichsten Städte der Welt.

Unserer hatte für den nächsten Tag jedoch leider keine mehr übrig. Wir wurden aber in unmittelbarer Nähe fündig. Für umgerechnet 10 € pro Person bekamen wir zwei durchaus klapprige, aber halbwegs fahrtaugliche Räder zur Verfügung gestellt, mit denen wir die Stadt unsicher machen konnten.

Tobi in Nyhavn, Kopenhagen

Wir fuhren eine großzügige Tour durch die Stadt und besichtigten dabei unter anderem das Schloss Rosenborg und den Schlossgarten, das bekannte Viertel Nyhavn, das Szeneviertel Christiania, das Schloss Amalienborg und vieles mehr. Schnell stellten wir fest: Eine „Lieblings-Sehenswürdigkeit“ können wir gar nicht genau ausmachen. Es ist die Stadt selbst, die so sehenswert ist. Kopenhagen hat einen großartigen Vibe. Ich kann es nicht anders sagen. Man fühlt die Stadt einfach.

In Kürze wird es noch einen ausführlichen Beitrag über die Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen geben.

Von Kopenhagen nach Malmö: Oeresundbrücke

Am 8. Tag des Roadtrips hieß es dann Abschied nehmen. Wir fuhren noch ein letztes Mal los, brachten den Camper von Kopenhagen über die sündhaft teure Oeresundbrücke nach Schweden (die Überfahrt über die 7,8 Kilometer lange Brücke kostet 138,- € für Wohnmobile) und gaben ihn schließlich in Malmö wieder ab. Von Malmö kommt man übrigens sehr einfach per Zug zurück nach Deutschland. Zwischen Malmö und Kopenhagen gibt es eine Verbindung im 15-Minutentakt. Von dort gibt es schließlich eine Direktverbindung nach Hamburg Hauptbahnhof.

Mit dem Zug von Kopenhagen zurück nach Hamburg per Direktverbindung.
Mit dem Zug von Kopenhagen zurück nach Hamburg kommt man per Direktverbindung.

Fazit Roadtrip Hamburg – Kopenhagen

Die Route von Hamburg nach Kopenhagen eignet sich perfekt für einen einwöchigen Roadtrip mit dem Camper. Ein riesiger Pluspunkt ist hierbei die Möglichkeit, von Kopenhagen per Direktverbindung mit dem Zug wieder zurück nach Hamburg zu fahren. Zwar hatten wir gerade zu Beginn etwas Pech mit dem Wetter, aber irgendwie war’s ja auch typisch nordisch. Meine persönlichen Highlights war die Wattwanderung und der Besuch in Kopenhagen, aber auch die Übernachtung auf dem Waldhof mit den Ferkeln oder die stürmische Nacht zwischen den Dünen an der Nordseeküste werden mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Das Wetter war nicht immer top, die Natur dafür schon.

Tipps für deinen Roadtrip von Hamburg nach Kopenhagen

  • Das Wildcampen (oder auch Freistehen) ist in Deutschland und Dänemark nicht erlaubt. Wir empfehlen deshalb, nur auf öffentlichen Camping- oder Stellplätzen zu übernachten. Oft gibt es auch private Stellplätze für wenig Geld oder sogar kostenlos. Die App Park4Night hilft dir dabei, einen geeigneten Stellplatz oder auch Entsorgungsstationen zu finden.
  • Lasse deine Wertsachen im Camper nicht unbeaufsichtigt. Einbrüche oder sogar nächtliche Überfalle auf Wohnmobile und Camper sind im südlichen Dänemark und vor allem in Schweden leider nicht selten.
  • Das Wetter im Norden kann sehr wechselhaft sein. Sei klamottentechnisch genauso gut auf Regen- und Sturm vorbereitet wie auf Sonnenschein ;-).
  • Die oben beschriebene Route eignet sich perfekt für eine Woche. So hast du an den verschiedenen Stationen genug Zeit, um die Highlights und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke zu entdecken. Sie beinhaltet jeweils einen Tag in Hamburg und einen in Kopenhagen. Möchtest du mehr sehen, empfehlen wir dir, etwas mehr Zeit einzuplanen.

Dänemark Roadtrip im Vlog

Danke fürs Lesen

Ich hoffe, der Beitrag hat dir gefallen und konnte dir etwas Inspiration für deinen eigenen Roadtrip von Hamburg nach Kopenhagen geben. Schreibe mir gerne einen Kommentar, falls du Fragen oder Anregungen hast.

Du möchtest noch mehr entdecken? Hier findest du alle Beiträge zu Skandinavien.

4 comments

  1. Toller Artikel! Deine Beschreibung hat mich total inspiriert und ich habe jetzt richtig Lust, diese Reise selbst zu unternehmen. Die Fotos sind wunderschön und deine Tipps sind super hilfreich. Vielen Dank fürs Teilen deiner Erlebnisse – ich freue mich auf mehr!

    1. Liebe Tanja, freut mich wirklich sehr zu lesen, dass dir der Artikel und die Bilder gefallen.
      Kann es nur empfehlen, eine wirklich tolle und sehenswerte Route 🙂

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